5 Probleme von Salesforce, die Sie vor dem Kauf kennen sollten

Ende Oktober hat Salesforce, der weltweit führende Anbieter von CRM-Lösungen, für das dritte Geschäftsquartal einen Rekordumsatz angekündigt. Das Unternehmen hat $2.68 Milliarden Einnahmen erzielt (eine Steigerung um 23% zu konstanten Wechselkursen) und es wird erwartet, dass es $20 Milliarden schneller übertifft, als jeglicher Hersteller der Unternehmenssoftware in der Geschichte. Mit diesem phänomenalen Wachstum scheint Salesforce auf dem richtigen Weg zu sein und einen Vorsprung vor den anderen CRM-Anbietern zu haben.

Trotz dieser unbestreitbaren Führung hat das Salesforce-System nicht nur zahlreiche Vorteile, sondern auch einige Nachteile, die seinen absoluten Erfolg behindern. Lassen wir uns nun Probleme von Salesforce untersuchen und sehen, wie man ihre negativen Auswirkungen verringern kann. 

Salesforce Probleme

Warum entscheiden sich Unternehmen gegen Salesforce?

Basierend auf unserer Salesforce-Beratungspraxis können wir sehen, dass sich Kunden mit den folgenden Salesforce-Problemen am häufigsten auseinandersetzen:

  1. Hoher Preis und implizite Kosten
  2. Notwendigkeit für erhebliche Anpassungen  
  3. Begrenzte Installations- und Cloud-Optionen
  4. Begrenzte Anzahl von internationalen Datenzentren
  5. Umfassende Mitarbeiterschulung.

Wollen wir uns sie detailliert ansehen. 

1. Salesforce ist teuer und hat implizite Kosten.

Einige Salesforce-Kunden beschweren sich, dass das System ziemlich kostspielig ist. Eines ihrer Hauptbesorgnisse ist, dass es recht einfach ist, unnötige Abonnements und übermäßige Funktionalität zu kaufen. Außerdem weisen einige Kunden auf versteckte Kosten hin, welche sie dabei hindern, ihre Verträge zu erneuern. Insbesondere berechnet Salesforce zusätzliche Gebühren für die Aktivierung der Sandbox-Umgebung, in der Kunden mit den Systemfunktionen experimentieren sowie neue Apps entwickeln und testen können. Salesforce berechnet zusätzliche Kosten für den Fall, dass ein Unternehmen eine zusätzliche Integration über Web-Service-APIs einschließlich REST, SOAP und mehr benötigt.

2. Salesforce erfordert Anpassungen und zusätzliche Apps.

Die Anwendung von Visualforce oder Apex zur Erstellung von anspruchsvollen maßgeschneiderten Benutzerschnittstellen ist für jedes Unternehmen eine nicht triviale Aufgabe. Aus diesem Grund kann ein Unternehmen auf die Hilfe von Salesforce-Entwicklern nicht verzichten, die wiederum sehr teuer sein kann. Darüber hinaus ist Salesforce stark auf AppExchange-Anbieter angewiesen, die Kundenmanagement, Preisgestaltung und andere Apps anbieten, um den Unternehmen bei der Erstellung einer vollständigen Lösung zu helfen.

Salesforce ist zweifellos eine leistungsfähige Plattform. Um diese Kraft zu spüren, muss man jedoch zahlreiche komplementäre Komponenten einbauen. Im wesentlichen kann diese Arbeit bald die Errichtung eines Lego-Hauses erinnern – man kann mit kleinen Blöcken beginnen und danach lange Zeit in einem Versuch verbringen, eine ‘perfekte’ Lösung zu erstellen, die die eigenen Bedürfnisse vollständig erfüllt.

3. Salesforce bietet eingeschränkte Installations- und Cloud-Optionen.

Alle Hauptkonkurrenten von Salesforce wie Oracle, Microsoft Dynamics CRM, SAP CRM und andere bieten ihren Kunden mehrere Installationssoptionen. Die Kunden können zwischen On-Premises, On-Demand oder einer Hybrid-Lösung wählen sowie entscheiden, welche Cloud-Plattform sie nutzen werden (z. B., eien Cloud vom Anbieter, private Cloud oder öffentliche Cloud).

Gleichzeitig unterstützt Salesforce öffentliche Clouds wie Amazon EC2, Microsoft Azure, Rackspace und andere nicht. Eine solche Salesforce-Besonderheit nicht nur reduziert die Anzahl der Hosting-Optionen, sondern verhindert auch die Portabilität, droht IT-Investitionen und erhöht die Ausstiegskosten erheblich. Wenn ein Kunde beispielweise entscheidet, sein Salesforce CRM mit einer kundenspezifischen auf der Force.com Plattform erstellten App zu verbessern, werden sie später nicht in der Lage sein, ihre IT-Investitionen zu übertragen und zu schützen, wenn sie sich für einen anderen Anbieter entscheiden.

4. Salesforce verfügt über eine begrenzte Anzahl internationaler Rechenzentren.

Kunden, die Salesforce außerhalb den USA nutzen, finden das System möglicherweise weniger attraktiv, als konkurrierende Angebote, weil die Geschwindigkeit des Systems von der Anzahl der Rechenzentren und ihrer Entfernung von den Benutzern abhängt. Zurzeit führt Salesforce neun von Salesforce verwaltete Rechenzentren sowie eine kleine Anzahl von Instanzen, die von Amazon Web Services (AWS) Cloud-Infrastruktur in Kanada und Australien bedient werden [12/8/2017]. Obwohl das Unternehmen die Eröffnung weiterer europäischer Rechenzentren ankündigte, sollten potenzielle Salesforce-Kunden sorgfältig abwägen, ob sie in der Lage sind, Serviceunterbrechungen und wiederkehrende Systemausfallzeit zu vermeiden.

Einige Unternehmen können auch regulative Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der behördlichen Compliance haben. Einige Länder können z. B. strenge datenschutzrechtliche Anforderungen haben, die Unternehmen, welche im Finanzdienstleistungssektor, im Gesundheitswesen oder im öffentlichen Sektor tätig sind, verpflichten, alle ihre Daten in einem inländischen oder regionalen Datenzentrum zu speichern.

5. Salesforce ist ‘für Vertriebsmitarbeiter nicht freundlich’ und erfordert umfangreiche Schulungen.

Die komplexe Natur von Salesforce erfordert, dass Benutzer einführende Schulung absolvieren, was normalerweise viel Zeit in Anspruch nimmt. Der Versuch, den Unterschied zwischen Opportunities und Accounts herauszufinden, alle Besonderheiten von Ereignissen, Notizen und anderen Funktionen kennenzulernen, kann verhindern, dass Vertriebsmitarbeiter, Mitglieder des Marketingteams und andere wichtige Salesforce-Benutzer ihre primären Aufgaben ausführen.

Und selbst wenn die Benutzer alle erforderlichen Schulungssitzungen bestehen, gibt es keine Garantie, dass sie das System regelmäßig verwenden. Dieses Salesforce-Problem hat seine Wurzeln in der UX und entsteht, weil die Plattform selbst in der ersten Linie für das Vertriebsmanagement und nicht für das Vertriebsteam entwickelt wurde. Infolgedessen müssen die Vertriebsmitarbeiter hunderte von "erforderlichen" Feldern ausfüllen, sodass das Management die Berichte über die Vertriebseffizienz rechtzeitig überwachen und analysieren kann. Das ist der Grund, warum Vertriebsmitarbeiter widerstehen können, solche anstrengenden täglichen Aktivitäten durchzuführen, die ihnen keinen großen Wert bringen und stattdessen lieber mit potenziellen Kunden sprechen.

Was wir vorschlagen, um Salesforce-Probleme zu neutralisieren

Trotz aller beschriebenen Nachteile verfügt Salesforce über eine äußerst leistungsfähige Funktionalität, die viel stärker als die von den Mitbewerbern entwickelten Plattformen ist. Um jedoch von allen Salesforce-Funktionen zu profitieren, empfehlen wir das Folgende:

  • Verwenden Sie zahlreiche Salesforce-Erweiterungen und AppExchange-Add-Ons vernünftig, um Kostenüberschreitungen zu vermeiden.
  • Überlegen Sie, ob Sie für die Sicherheit, Leistung und Wartung Ihres CRM-Systems verantwortlich sein wollen. Wenn Sie sich für Salesforce CRM entscheiden, sind Sie dafür nicht verantwortlich, sowohl die physischen Server als auch die cloudbasierte Softwareanwendung zu verwalten, was Ihre Zeit und Ihr Budget langfristig erheblich reduzieren kann. Wenn Sie jedoch ein außergewöhnliches Sicherheitsniveau benötigen, können Sie andere CRM-Anbieter mit flexibleren Deploymentsmodellen analysieren.
  • Untersuchen Sie alle Salesforce-Rechenzentrumsstandorte und entscheiden Sie, ob die Plattform Ihnen die erforderliche Leistung garantieren kann.
  • Prüfen Sie sorgfältig alle Besonderheiten der Gesetzgebung in Ihrem Land und stellen Sie sicher, dass Sie alle Anforderungen für den Datenschutz erfüllen, wenn Sie sich für Salesforce CRM entscheiden.
  • Sehen Sie sich die Salesforce-Lightning-Schnittstelle an. Da seine Benutzerschnittstelle intuitiver und benutzerfreundlicher ist, sind Ihre Mitarbeiter möglicherweise eher bereit, das System bei ihrer täglichen Arbeit zu verwenden.
  • Fragen Sie Salesforce-Support eines Anbieters im Falle der Schwierigkeiten bei der Systemimplementierung und -wartung an, einschließlich laufender Verwaltung, Systemüberwachung, Problemlösung, Funktionsverbesserung und anderer ähnlicher Probleme.

Zum Abschluss

Obwohl Salesforce vor dem Erwerb des Systems mehrere Probleme zu berücksichtigen hat, haben wir Ihnen gezeigt, wie Sie deren negative Auswirkungen reduzieren können. Wenn Sie dennoch Zweifel oder Bedenken haben, können Sie sich an das Salesforce-Beratungsteam oder Support für persönliche Unterstützung wenden.

Unsere Berater helfen Ihnen, Salesforce-Lösungen einzuführen und anzupassen sowie Ihre Produktivität im Marketing, Kundenservice und Vertrieb zu steigern.

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